Natriumchlorid 0,9 % — EU-Forschungsleitfaden.
Natriumchlorid 0,9 % ist eine isotone Lösung von 9 g/L NaCl in Wasser, die als Verdünnungs- und Trägerlösung für injizierbare Arzneimittel dient. Es ist kein Peptid und als Verdünnungsmittel pharmakologisch nicht wirksam; eine zugelassene Injektion und ein nicht zugelassenes Anbieter-Fläschchen sind nicht dasselbe Produkt.
Was ist Natriumchlorid 0,9 %?
Natriumchlorid 0,9 % w/v ist eine sterile Lösung von 9 g/L NaCl in Wasser für Injektionszwecke mit etwa 154 mmol/L Natrium und Chlorid und einer Osmolarität von etwa 308 mOsm/L, nahe am Blutplasma. Es ist eine Flüssigkeits- und Elektrolytlösung und ein gängiges Lösungsmittel und Trägermedium für injizierbare Arzneimittel. Als Verdünnungsmittel hat es keinen Arzneimittelmechanismus: Es löst oder verdünnt einen anderen Stoff. Der wichtigste praktische Unterschied besteht zwischen konservierungsmittelfreier Kochsalzlösung, die zum Einmalgebrauch bestimmt ist, und bakteriostatischer Kochsalzlösung, die 0,9 % Benzylalkohol enthält und in Mehrdosen-Durchstechflaschen geliefert wird.
Was zeigt die Forschung?
Es werden keine Wirksamkeitsaussagen gemacht: Als Verdünnungsmittel ist es ein Vehikel und keine Behandlung. Ein Produktetikett von B. Braun beschreibt 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung als Lösungsmittel und Trägerlösung für injizierbare Arzneimittel, und ein US-Etikett gibt an, dass sie kein Bakteriostatikum enthält und nur zur einmaligen Anwendung bestimmt ist. Eine intensivmedizinische Übersichtsarbeit (Reddy 2016) hält fest, dass 0,9%ige Kochsalzlösung nicht physiologisch normal ist: Sie enthält mehr Chlorid als Plasma und hat eine Strong Ion Difference von null, und große Volumina können eine hyperchlorämische metabolische Azidose verursachen. Eine historische Übersicht (Awad 2008) argumentiert, dass die Zahl 0,9 % keine feste wissenschaftliche oder historische Grundlage hat und vor allem auf frühen Laborarbeiten mit roten Blutkörperchen beruht. Zu den Fläschchentypen: Laut CDC-Leitlinie ist eine Einzeldosis-Durchstechflasche nur für einen Patienten und einen Fall zugelassen, und eine angebrochene Mehrdosen-Durchstechflasche sollte datiert und innerhalb von 28 Tagen verworfen werden, sofern der Hersteller keine andere Frist angibt.
Rechtlicher Status in der EU
In der EU gibt es zugelassene Arzneimittel, national zugelassen; ein Beispiel ist B. Braun Isotone Natriumchloridloesung 0,9 % Injektionsloesung in Deutschland (Zulassungsnummer 6697366.00.00, Inhaber B. Braun Melsungen AG), laut Etikett eine Trägerlösung für kompatible Elektrolytkonzentrate und Arzneimittel, die nach dem Öffnen sofort zu verwenden ist, wobei Behältnis und Restlösung nach Gebrauch zu verwerfen sind. Ein Fläschchen eines Forschungsanbieters ist selbst kein zugelassenes Arzneimittel, sofern es keine Zulassungsnummer trägt; Sterilität, Qualität, Konservierungsmittelgehalt, Kennzeichnung und Einhaltung von Ph. Eur. oder USP eines bestimmten Anbieter-Fläschchens lassen sich aus dieser Seite nicht ableiten. Als Substanz steht es nicht auf der WADA-Liste (die Liste 2026 wurde über die Kopie einer nationalen Anti-Doping-Agentur gelesen, da das WADA-PDF gesperrt war), doch die verbotene Methode M2 umfasst intravenöse Infusionen oder Injektionen von mehr als 100 mL pro 12 Stunden, außer bei legitimer Anwendung im Rahmen einer Krankenhausbehandlung, eines chirurgischen Eingriffs oder klinischer diagnostischer Untersuchungen.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
Verbleibende Wirkung über die Zeit
Jede Linie steht für eine Lagerbedingung: Sie beginnt bei 100 % und fällt, während Wirkung verloren geht. Oberhalb der gestrichelten 80-%-Linie gilt das Material als zuverlässig — für genaue Werte mit der Maus darüberfahren.
⚠ Berechnet aus molekularen Eigenschaften (Kettenlänge, Zyklisierung, oxidations- oder deamidierungsanfällige Reste, Lichtempfindlichkeit), je Wirkstoff. Nur als Richtwert — nicht laborgemessen pro Charge.
Natriumchlorid 0,9 % bei EU-Anbietern
COA-verifizierte EU-Anbieter · Monatlich aktualisiert
Referenzen
- Deutsche Fachinformation von B. Braun: Zulassungsnummer, Verwendung als Trägerlösung, Einmalgebrauch, sofortige Verwendung nach dem Öffnen. Isotone Natriumchloridloesung 0,9 % Braun Injektionsloesung, Fachinformation. B. Braun Melsungen AG. Quelle
- US-Etikett von 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung: 154 mEq/L, 308 mOsmol/L, kein Bakteriostatikum, Einzeldosis, nicht verwendeten Rest verwerfen. 0.9% Sodium Chloride Injection, USP. DailyMed drug label. Quelle
- US-Etikett von bakteriostatischem 0,9%igem Natriumchlorid: Benzylalkohol 9 mg/mL, Mehrdosen-Durchstechflasche, nicht für Neugeborene, Lagerung bei 20-25 C. Bacteriostatic 0.9% Sodium Chloride Injection, USP 10 mL vial. DailyMed drug label (HF Acquisition Co LLC, HealthFirst). Quelle
- Leitlinie zur Injektionssicherheit: Regeln für Einzeldosis- und Mehrdosen-Durchstechflaschen, mit einer Verwerfungsfrist von 28 Tagen für angebrochene Mehrdosen-Durchstechflaschen, sofern der Hersteller nichts anderes angibt. Centers for Disease Control and Prevention. Preventing Unsafe Injection Practices (Injection Safety). Quelle
- Übersicht zu Kristalloiden: 154 mmol/L Natrium und Chlorid, Kochsalzlösung ist nicht physiologisch normal, Hyperchlorämie bei großen Volumina. Reddy S, Weinberg L, Young P. Crit Care 2016;20:59. DOI
- Historische Übersicht zum Ursprung der Konzentration von 0,9 %. Awad S, Allison SP, Lobo DN. Clin Nutr 2008;27(2):179-188. DOI