Glucagon — EU-Forschungsleitfaden.
Glukagon ist das Gegenhormon zu Insulin — die Notfallbehandlung bei schwerer Hypoglykämie und zunehmend ein Forschungsziel als Co-Agonist-Bestandteil in Adipositas-Medikamenten der nächsten Generation wie Survodutid.
Was ist Glukagon?
Von Pankreas-Alphazellen ausgeschüttet, erhöht Glukagon den Blutzucker, indem es die Leber zur Freisetzung gespeicherten Zuckers anregt — die gegenteilige Wirkung zu Insulin. Als Notfall-Injektion oder Nasenspray kehrt es schwere Hypoglykämie bei Menschen mit Diabetes rasch um.
Forschungskontext
Über seine Rolle als Notfallmedikament hinaus wird die Co-Aktivierung des Glukagonrezeptors nun gezielt in Adipositas-Medikamente wie Survodutid und Efinopegdutid eingebaut, da das Verbrennen von Leber- und Fettreserven die appetithemmende Wirkung von GLP-1 verstärkt — vorausgesetzt, die Glukagondosis bleibt niedrig genug, um den Blutzucker nicht zu erhöhen.
Rechtlicher Status in der EU
EMA-zugelassenes verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Notfallbehandlung von Hypoglykämie (Injektions- und Nasensprayformulierungen); auch als Research-Grade-Peptid erhältlich.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
Glukagonweg-Wirkstoffe bei EU-Anbietern
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Referenzen
- Humane pharmakokinetische Studie, die intranasales, intramuskuläres und intravenöses Glucagon bei gesunden Probanden und Menschen mit Diabetes verglich. Pontiroli AE, et al. Eur J Clin Pharmacol. 1993;45(6):555–558. PubMed 8157042
- Randomisierte Crossover-Nichtunterlegenheitsstudie von intranasalem versus intramuskulärem Glucagon bei insulininduzierter Hypoglykämie bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D Exchange). Rickels MR, et al. Diabetes Care. 2016;39(2):264–270. DOI PubMed 26681725