Tesamorelin — das einzige zugelassene GHRH-Analogon.
Tesamorelin ist ein stabilisiertes GHRH-Analogon und das einzige mit FDA-Zulassung — vermarktet als Egrifta bei HIV-assoziierter Lipodystrophie. Es wird speziell auf die Reduktion von viszeralem Fettgewebe untersucht.
- Synthetisches GHRH-Analogon, stabilisiert gegen enzymatischen Abbau, mit längerer Wirkung als Sermorelin.
- Das einzige GHRH-Analogon mit behördlicher Zulassung (als Egrifta in den USA) — zur Reduktion von viszeralem Fett bei HIV-assoziierter Lipodystrophie.
- Phase-3-Studien zeigten etwa 15-18% Reduktion des viszeralen Fettgewebes, mit zuverlässiger GH/IGF-1-Erhöhung.
- In der EU nicht EMA-zugelassen; Research-Grade-Material ist ausschließlich für den Laborgebrauch.
- Ein komplexes Peptid aus 44 Aminosäuren, bei dem Reinheitsverifizierung wichtig ist.
Was ist Tesamorelin?
Tesamorelin ist ein synthetisches GHRH-Analogon, stabilisiert gegen enzymatischen Abbau, was ihm eine längere Wirkdauer als Sermorelin verleiht. Es stimuliert die hypophysäre GH-Ausschüttung und nachgeschaltetes IGF-1. Seine FDA-Zulassung (als Egrifta) gilt speziell für die Reduktion von überschüssigem viszeralem Bauchfett bei HIV-Patienten mit Lipodystrophie — das einzige GHRH-Analogon, das eine behördliche Zulassung für irgendeine Indikation erhalten hat.
Was zeigt die Forschung?
Worauf beim Kauf in Europa zu achten ist
Das klinisch am besten validierte GHRH-Analogon. Research-Grade-Tesamorelin sollte ≥98% HPLC mit massenspektrometrischer Bestätigung aufweisen. Ein komplexes Peptid aus 44 Aminosäuren — Reinheitsverifizierung ist wichtig.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Tesamorelin? ▾
Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH), stabilisiert, damit es länger wirkt als Sermorelin. Es stimuliert die Hypophyse zur Ausschüttung von Wachstumshormon und nachgeschaltetem IGF-1.
Wofür ist Tesamorelin zugelassen? ▾
In den USA ist es als Egrifta speziell zur Reduktion von überschüssigem viszeralem Bauchfett bei HIV-Patienten mit Lipodystrophie zugelassen. Es ist das einzige GHRH-Analogon, das eine behördliche Zulassung für irgendeine Indikation erhalten hat.
Ist Tesamorelin in der EU erhältlich? ▾
Es gibt keine EMA-zugelassene Version in der EU. Research-Grade-Tesamorelin von EU-Anbietern ist ausschließlich für die Laborforschung. Patienten, die eine GH-Achsen-Behandlung benötigen, sollten einen Endokrinologen konsultieren.
Was zeigten die klinischen Studien? ▾
Phase-3-Studien bei HIV-Lipodystrophie zeigten etwa 15-18% Reduktion des viszeralen Fettgewebes und zuverlässige Anstiege von GH und IGF-1, ohne wesentliche Störung des Glukosespiegels.
Wie unterscheidet sich Tesamorelin von Sermorelin? ▾
Beide sind GHRH-Analoga, aber Tesamorelin ist gegen enzymatischen Abbau stabilisiert, was ihm eine längere Wirkdauer und die stärkste klinische Evidenz seiner Klasse verleiht.
Was sind die wichtigsten Sicherheitsaspekte? ▾
Da es GH und IGF-1 erhöht, ist die Überwachung dieser Achsen in einem klinischen Kontext relevant. Research-Grade-Material birgt zudem Unsicherheiten bei Reinheit und Sterilität.
Was sollte ein Tesamorelin-COA zeigen? ▾
Ein chargenpassendes Zertifikat mit ≥98% HPLC-Reinheit und massenspektrometrischer Identitätsbestätigung. Als Peptid aus 44 Aminosäuren ist es syntheseintensiv, daher ist Verifizierung wichtig.
Ist Tesamorelin im Sport verboten? ▾
Ja. Als Wachstumshormon-Sekretagogum/GHRH-Analogon fällt es unter die verbotenen Substanzen der Anti-Doping-Regeln.
Referenzen
- Randomisierte, placebokontrollierte Phase-3-Studie, die zeigt, dass Tesamorelin viszerales Fett um ~18% bei HIV-Patienten mit Bauchfettansammlung reduzierte. Falutz J, et al. J Acquir Immune Defic Syndr. 2010;53(3):311–322. DOI PubMed 20101189
- Ursprüngliche NEJM-Studie des GHRH-Releasing-Faktors bei HIV-Patienten, die den Effekt auf viszerales Fett etablierte. Falutz J, et al. N Engl J Med. 2007;357(23):2359–2370. DOI PubMed 18057338
- Gepoolte Analyse zweier Phase-3-Studien mit Sicherheitsverlängerungsdaten. Falutz J, et al. J Clin Endocrinol Metab. 2010;95(9):4291–4304. DOI PubMed 20554713