PEG-MGF — EU-Forschungsleitfaden.
PEG-MGF (pegyliertes Mechano Growth Factor) ist eine pegylierte Form von MGF, einer Splice-Variante von IGF-1, die in mechanisch belasteter Muskulatur produziert wird. Die PEGylierung verlängert die Halbwertszeit von Minuten auf Stunden und ermöglicht so eine systemische Zirkulation.
Was ist PEG-MGF?
MGF wird lokal in Muskelfasern als Reaktion auf mechanische Belastung durch alternatives Spleißen der IGF-1-Prä-mRNA produziert. Das native MGF-Peptid hat eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten. PEGylierung — das Anhängen von Polyethylenglykolketten — verbirgt das Peptid vor proteolytischen Enzymen und der Immunerkennung, verlängert die Halbwertszeit auf etwa Stunden und ermöglicht eine systemische Verteilung nach der Injektion.
Was zeigt die Forschung?
Tierstudien zeigen, dass PEG-MGF Muskelsatellitenzellen aktiviert, die Myoblastenproliferation fördert und die Muskelreparatur nach Verletzung beschleunigt. Die lokale/systemische Unterscheidung von IGF-1 LR3 macht es zu einem komplementären Werkzeug in der Muskelbiologieforschung. Keine klinischen Studien am Menschen. Das anabole Potenzial hat erhebliches Interesse der Dopingforschung geweckt.
Rechtlicher Status in der EU
Weder in der EU noch anderswo zugelassen. WADA-verboten (S2). Ausschließlich für die Muskelbiologie-Laborforschung erhältlich.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
Verbleibende Wirkung über die Zeit
Jede Linie steht für eine Lagerbedingung: Sie beginnt bei 100 % und fällt, während Wirkung verloren geht. Oberhalb der gestrichelten 80-%-Linie gilt das Material als zuverlässig — für genaue Werte mit der Maus darüberfahren.
⚠ Berechnet aus molekularen Eigenschaften (Kettenlänge, Zyklisierung, oxidations- oder deamidierungsanfällige Reste, Lichtempfindlichkeit), je Wirkstoff. Nur als Richtwert — nicht laborgemessen pro Charge.
PEG-MGF bei EU-Anbietern
COA-verifizierte EU-Anbieter · Monatlich aktualisiert
Referenzen
- Die grundlegende Behauptung: Ein synthetisches C-terminales E-Peptid aus 24 Aminosäuren aktiviert Muskel-Satellitenzellen unabhängig vom IGF-1-Rezeptor. Fast alles, was zu MGF vermarktet wird, geht auf diese eine Mechanismus-Arbeit zurück. Yang SY, Goldspink G. FEBS Lett. 2002;522(1–3):156–160. PubMed 12095637
- Die Anmerkung, die Anbieterseiten weglassen: Forscher zweier Pharmaunternehmen versuchten, den MGF-E-Peptid-Effekt an menschlichen und Maus-Myoblasten zu reproduzieren, und fanden keinen erkennbaren Effekt auf Proliferation oder Differenzierung. Ein zentraler behaupteter Mechanismus ließ sich nicht replizieren — die entscheidungsrelevanteste Tatsache zu diesem Peptid. Fornaro M, et al. Am J Physiol Endocrinol Metab. 2014;306(2):E150–E156. PubMed 24253048
- Ein Gegengewicht zu diesem Nullergebnis: In isolierten menschlichen Muskelzellen verlängerte das 24-aa-E-Peptid die proliferative Lebensspanne von Satellitenzellen junger, aber nicht alter Spender. Die Literatur ist wirklich gemischt — das ist die ehrliche Zusammenfassung, nicht das einheitliche Bild, das meist präsentiert wird. Kandalla PK, Goldspink G, Butler-Browne G, Mouly V. Mech Ageing Dev. 2011;132(4):154–162. PubMed 21377485