AICAR — EU-Forschungsleitfaden.
AICAR (5-Aminoimidazol-4-carboxamid-Ribonukleotid) ist ein zellgängiges AMP-Mimetikum, das AMPK, den zentralen Stoffwechselschalter, direkt aktiviert. Es wird häufig in der Stoffwechselforschung eingesetzt und ist von der WADA verboten.
Was ist AICAR?
AICAR wird intrazellulär in ZMP umgewandelt, ein AMP-Mimetikum, das AMPK durch Simulation von Energiemangel aktiviert. Die AMPK-Aktivierung schaltet Zellen vom anabolen auf den katabolen Stoffwechsel um: Sie erhöht die Fettsäureoxidation, die Glukoseaufnahme und die mitochondriale Biogenese und verringert die mTOR-Signalgebung. Hinweis: AICAR ist kein Peptid, sondern ein Nukleotidderivat; es erscheint in Peptid-Forschungsdatenbanken aufgrund seiner häufigen Mitverwendung in der Stoffwechselforschung.
Was zeigt die Forschung?
Wegweisende Mäusestudien (Evans-Labor, Salk Institute) zeigten eine Verbesserung der Laufausdauer um etwa 44 % durch AICAR allein, ohne Training. Umfangreicher Einsatz in der Diabetes-, Adipositas- und Mitochondrienkrankheitsforschung. AICAR aktiviert PGC-1α und erhöht die GLUT4-Expression. Das trainingsnachahmende Profil weckte erhebliches Interesse in der Sportdoping-Forschung. Stand Mitte 2026 gibt es keine zugelassene Anwendung am Menschen.
Rechtlicher Status in der EU
In der EU nicht als Arzneimittel zugelassen. WADA-verboten im Sport (S4 — Hormon- und Stoffwechselmodulatoren). Ausschließlich für die metabolische Laborforschung erhältlich.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
AICAR bei EU-Anbietern
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