Oxytocin — EU-Forschungsleitfaden.
Oxytocin ist ein Neuropeptid aus 9 Aminosäuren, das im Hypothalamus gebildet und vom Hypophysenhinterlappen ausgeschüttet wird. Es reguliert Gebärmutterkontraktionen, Laktation, soziale Bindung, Vertrauen sowie eine Reihe autonomer und immunologischer Funktionen.
Was ist Oxytocin?
Oxytocin ist ein zyklisches Nonapeptid mit einer Disulfidbrücke zwischen Cys1 und Cys6. Es wirkt auf OT-R-Rezeptoren im ganzen Körper. In der Geburtshilfe (Syntocinon) wird es zur Geburtseinleitung und zur Vorbeugung postpartaler Blutungen eingesetzt. Forschungsinteresse umfasst seine Rolle in sozialer Kognition (Autismusforschung), Angst, Paarbindung, Darmmotilität und Immunregulation.
Was zeigt die Forschung?
Humanstudien mit intranasalem Oxytocin haben eine komplexe Literatur hervorgebracht: frühe Arbeiten zeigten prosoziale und vertrauensfördernde Effekte, während neuere Metaanalysen kleinere und stärker kontextabhängige Effekte als ursprünglich berichtet nahelegen. Autismusforschungsstudien haben uneinheitliche Ergebnisse geliefert. Die klinische Anwendung in der Geburtshilfe ist gut etabliert und langjährig bewährt.
Rechtlicher Status in der EU
Pharmazeutisches Oxytocin (Syntocinon) ist ein von der EMA zugelassenes verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in der geburtshilflichen Praxis eingesetzt wird. Research-Grade-Oxytocinacetat wird separat für die Laborforschung (Pharmakologie, Neuroendokrinologie) verkauft. Dies sind unterschiedliche Produkte. Research-Grade-Oxytocin ist kein Ersatz für pharmazeutisches Oxytocin in jeglichem klinischen Kontext.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
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