HCG — EU-Forschungsleitfaden.
Humanes Choriongonadotropin (HCG) ist ein Glykoproteinhormon, das während der Schwangerschaft gebildet wird und LH nachahmt, wodurch bei Männern die Testosteronproduktion angeregt und bei Frauen der Eisprung unterstützt wird. Es ist ein von der EMA zugelassenes Arzneimittel mit mehreren klinischen Anwendungen.
Was ist HCG?
HCG ist ein heterodimeres Glykoprotein, das aus einer Alpha-Untereinheit (gemeinsam mit LH, FSH, TSH) und einer einzigartigen Beta-Untereinheit besteht, die LH-ähnliche Spezifität verleiht. Es bindet LH/hCG-Rezeptoren in Leydig-Zellen, um die Testosteronbiosynthese bei Männern zu stimulieren. Bei Frauen löst es den Eisprung aus. Seine lange Halbwertszeit (~24-36 Std.) im Vergleich zu LH (~60 Min.) macht es pharmakologisch nützlich in der Fertilitätsmedizin.
Was zeigt die Forschung?
Gut etabliertes pharmazeutisches Profil über Jahrzehnte klinischer Anwendung bei Hypogonadismus, Kryptorchismus, männlicher Fertilität, IVF-Protokollen und (kontrovers) Gewichtsmanagement. Forschungsinteresse umfasst Leydig-Zellfunktion, Wiederherstellung der HPG-Achse nach Unterdrückung durch anabole Steroide, und vergleichende Wirksamkeit gegenüber Clomifen bei männlichem Hypogonadismus.
Rechtlicher Status in der EU
HCG ist ein von der EMA zugelassenes verschreibungspflichtiges Arzneimittel (Pregnyl, Ovitrelle usw.). Research-Grade-HCG ist bei Forschungsanbietern für die endokrinologische Laborforschung erhältlich. WADA verbietet HCG bei Männern im Sport (S2). Research-Grade-HCG ist kein Ersatz für pharmazeutisches HCG in jeglichem klinischen oder Fertilitätskontext.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
HCG bei EU-Anbietern
COA-verifizierte EU-Anbieter · Monatlich aktualisiert