Glutathion — EU-Forschungsleitfaden.
Glutathion (GSH) ist das am häufigsten vorkommende endogene antioxidative Tripeptid in menschlichen Zellen, bestehend aus Glutamat, Cystein und Glycin. Es ist zentral für die Abwehr von oxidativem Stress, Entgiftung und Immunfunktion.
Was ist Glutathion?
Glutathion existiert in reduzierter (GSH) und oxidierter (GSSG) Form. GSH wird in Zellen aus seinen Bestandteilaminosäuren synthetisiert und dient als Cofaktor für Glutathionperoxidase (Entfernung von H₂O₂), Glutathion-S-Transferase (Entgiftung) und Thioredoxin-Reduktion. Erschöpfung wird mit Alterung, chronischen Erkrankungen und Zuständen oxidativen Stresses in Verbindung gebracht. Injizierbares Glutathion wird in klinischen Settings für spezifische Indikationen eingesetzt.
Was zeigt die Forschung?
Die orale Bioverfügbarkeit von Glutathion ist begrenzt — es wird größtenteils im Magen-Darm-Trakt abgebaut. IV- oder liposomale Verabreichung erreicht eine bedeutsame Plasmaerhöhung. Klinische Forschung bei Parkinson-Krankheit, mitochondrialen Erkrankungen und chemotherapiebedingter Neuropathie hat gemischte Ergebnisse geliefert. Hautaufhellung über Modulation des Melaninwegs wird aktiv erforscht, besonders in der asiatischen dermatologischen Literatur. N-Acetylcystein (NAC) wird oft als bioverfügbarere Vorstufe untersucht.
Rechtlicher Status in der EU
Glutathion ist ein legaler Nahrungsergänzungsmittelbestandteil in der EU. Injizierbares Research-Grade-Glutathion ist für Labor- und klinische Forschung erhältlich. IV-Glutathion zur Hautaufhellung wird in manchen Kontexten off-label eingesetzt — der regulatorische Status variiert je nach Mitgliedstaat.
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