Humanin — EU-Forschungsleitfaden.
Humanin ist ein Peptid aus 21 Aminosäuren, kodiert im mitochondrialen 16S-rRNA-Gen. Es ist das Gründungsmitglied der Familie der mitochondrial kodierten Peptide (MDP) und wird auf Neuroprotektion, Stoffwechselregulation und Langlebigkeit untersucht.
Was ist Humanin?
Humanin wurde 2001 als Peptid entdeckt, das Neuronen vor Amyloid-Beta-Toxizität rettete. Es wird in mitochondrialer DNA kodiert und als Reaktion auf zellulären Stress produziert. Es wirkt über drei bekannte Rezeptoren (FPRL1, CNTFR, gp130), um das Zellüberleben zu fördern, Apoptose zu reduzieren und die Insulinsensitivität zu modulieren. Zirkulierende Humanin-Spiegel sinken mit dem Alter.
Was zeigt die Forschung?
Tierstudien zeigen Neuroprotektion in Alzheimer-Modellen, Reduktion der Amyloid-Beta-Toxizität, verbesserte Insulinsensitivität und reduzierte Atherosklerose. In humanen Beobachtungsdaten korrelieren höhere zirkulierende Humanin-Spiegel mit Langlebigkeit, und Nachkommen von Hundertjährigen weisen erhöhte Humanin-Spiegel auf. Humanin-Analoga (z.B. HNG — mit Glycinsubstitution) zeigen in manchen Modellen 1000-fach höhere Potenz.
Rechtlicher Status in der EU
Humanin ist nirgendwo ein zugelassenes Arzneimittel. Es ist eine Forschungssubstanz, die in der mitochondrialen Biologie und Langlebigkeitsforschung eingesetzt wird. Nur bei EU-Anbietern für den Laborgebrauch erhältlich.
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