Dihexa — EU-Forschungsleitfaden.
Dihexa (N-hexanoyl-Tyr-Ile-(6)-Aminohexansäureamid) ist ein synthetisches Peptid, abgeleitet von Angiotensin IV. Es ist der potenteste bekannte Förderer der HGF/c-Met-Signalgebung und zeigte in Nagetiermodellen außergewöhnliche pro-kognitive Effekte.
Was ist Dihexa?
Dihexa wurde von Joseph Harding und Kollegen an der Washington State University entwickelt. Es ist ein metabolisch stabilisiertes Analogon von Angiotensin IV, das mit extrem hoher Affinität an den Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF) bindet und die HGF/c-Met-Rezeptorsignalgebung verstärkt. Dieser Signalweg fördert die Synaptogenese — die Bildung neuer neuronaler Verbindungen — im Hippocampus.
Was zeigt die Forschung?
In gealterten Rattenmodellen stellte Dihexa das räumliche Gedächtnis im Morris-Wasserlabyrinth-Test bei Dosen von etwa 10⁷-fach niedriger als BDNF in vergleichbaren Synaptogenese-Assays wieder her. Die Potenz seiner pro-kognitiven Effekte ist in Tiermodellen außergewöhnlich. Stand Mitte 2026 existieren jedoch keine klinischen Humandaten. Der HGF/c-Met-Signalweg ist auch am Tumorwachstum beteiligt, was theoretische onkologische Sicherheitsfragen für die Langzeitanwendung aufwirft.
Rechtlicher Status in der EU
Ausschließlich Forschungssubstanz. Stand Mitte 2026 wurden keine klinischen Studien eingeleitet. Die Schnittstelle mit der Krebsbiologie des HGF/c-Met-Signalwegs macht diese Substanz zu einer, die vor jeder Entwicklung am Menschen eine sorgfältige präklinische Charakterisierung erfordert.
Molekulare Informationen
Pharmakokinetik
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